Möchten Sie Menschen professionell bei Anliegen zur Sexualität beraten? Die berufsbegleitende Sexualtherapie-Ausbildung des ZISS bietet Ihnen einen einen wissenschaftlich fundierten, praxisnahen und körperorientierten Ansatz, um sexuelle Schwierigkeiten im Einzel-, Paar- und Gruppensetting kompetent zu begleiten.
Die Sexualtherapie-Ausbildung des ZISS basiert auf dem bewährten Konzept Sexocorporel. Dieses verbindet körperliche, emotionale, kognitive und partnerschaftliche Aspekte der Sexualität in einer ganzheitlichen Sichtweise, auf welcher die körper- und lernorientierte, wirksame Behandlungsmethode beruht.
Die Ausbildung gliedert sich in die Module Fundamentals, Klinik, Vertiefung und Expertise, von denen wahlweise das erste, mehrere oder alle besucht werden können. Sie ist international ausgerichtet. Das ZISS führt sie in der Schweiz, Zürich und in Süddeutschland, Kißlegg durch.
Zudem finden für alle Interessierten eintägige Seminare in Zürich (28.11.26) und online (01.11.26) statt, die in das Konzept Sexocorporel einführen und die Ausbildung des ZISS vorstellen.
Mehr zum Ablauf der Sexualtherapie erfahren Sie in diesem Video.
Modul Fundamentals
Die Teilnehmenden erwerben ein erfahrungsbasiertes Verständnis der Komponenten des Sexocorporel-Modells und ihres Zusammenspiels in der Sexualität. Sie verstehen Sexualität als Ergebnis von Lernprozessen und erproben, wie sexuelle Funktion und sexuelles Erleben über körperliche Lernschritte beeinflusst und erweitert werden können.
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Modul Klinik
nach Absolvieren des Fundamentals-Moduls
Die Teilnehmenden erwerben klinisches Wissen zu den häufigsten sexuellen Problemen und Grenzen und lernen, deren Entstehung und Aufrechterhaltung im Sexocorporel-Modell zu verstehen sowie daraus Behandlungsansätze abzuleiten. Sie erwerben grundlegende sexualtherapeutische Kompetenzen in Evaluation, Körperlektüre und Intervention.
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Modul Vertiefung
nach Absolvieren des Klinikmoduls
Die Teilnehmenden vertiefen ihre Fähigkeit zur differenzierten Beobachtung und Körperlektüre und lernen, diese zunehmend mit Evaluation, Exploration und sexualtherapeutischem Handeln nach Sexocorporel zu verbinden. Gleichzeitig explorieren und üben sie ihre Selbstregulation als Sexualtherapeut:in sowie die Gestaltung der therapeutischen Beziehung in der Sexocorporel-Sexualtherapie.
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Modul Expertise
nach Absolvieren des Vertiefungsmoduls
Die Teilnehmenden vertiefen und integrieren ihre sexualtherapeutischen Kompetenzen nach Sexocorporel und lernen, individuell angepasste Sexocorporel-Therapien auch in komplexen und herausfordernden Situationen durchzuführen. Sie verfeinern ihr therapeutisches Arbeiten sowie ihre Selbstreflexion und Selbstregulation als Therapeut:innen.
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Ergänzungsmodul
Seminar sexualmedizinische Grundlagen und Seminar sexologische Grundlagen
Diese Seminare ergänzen die Sexocorporel-Ausbildung am ZISS. Sie richten sich an Anwärter auf die Zertifizierung als klinische Sexolog:in iSi und an alle sonstigen interessierten Personen.
Unsere Ausbildung richtet sich an Menschen, die beruflich mit Themen rund um Sexualität arbeiten oder dies künftig tun möchten. Sie eignet sich für Fachpersonen aus Beratung, Therapie, Medizin und weiteren Gebieten, die ihre Kompetenz im Bereich Sexualität vertiefen möchten. Sie steht grundsätzlich auch interessierten Quereinsteiger:innen offen.
Fachpersonen aus Psychiatrie und Psychotherapie
Sexuelle Störungen gehen gehäuft einher mit psychischen Störungen. Die Sexocorporel-Ausbildung vermittelt Psychotherapeut:innen und Psychiater:innen einen naturwissenschaftlich fundierten, körper- und lernorientierten Ansatz, um sexuelle Schwierigkeiten als Folgen erlernter Muster zu verstehen und gezielt durch konkrete körperbasierte, emotions- und kognitionsfokussierte Interventionen zu behandeln. Der Ansatz ist sowohl für Einzel- als auch Paartherapeut:innen geeignet.
Hausärzt:innen
Rund ein Achtel der Patient:innen ist von erheblichen sexuellen Schwierigkeiten betroffen, besonders bei Krankheit und Medikation. Die Sexocorporel-Ausbildung vermittelt Hausärzt:innen die Grundlagen sexueller Funktion und eine klare Sprache, um Sexualität sicher anzusprechen und Patient:innen kompetent zu begleiten.
Gynäkolog:innen
Jede 5. bis 10. Frau in der gynäkologischen Sprechstunde berichtet über Schmerzen im Zusammenhang mit Sexualität. Viele leiden unter vermindertem Begehren. Schwangerschaft, Geburt, Menopause und gynäkologische Erkrankungen können die Sexualität beeinflussen. Die Sexocorporel-Ausbildung vermittelt Gynäkolog:innen eine praxisnahe Sprache und Methoden, um sexuelle Schwierigkeiten zu erkennen und ihre Patientinnen kompetent zu begleiten.
Urolog:innen
Viele Patient:innen in der urologischen Sprechstunde leiden an sexuellen Funktionsstörungen. Insbesondere Erektionsstörungen treten häufig im Zusammenhang mit dem Älterwerden, mit Erkrankungen oder Operationen auf und Urolog:innen sind oft die ersten Ansprechpersonen für die betroffenen Männer. Beckenschmerzsyndrome können bei beiden Geschlechtern eine Herausforderung darstellen. Die Sexocorporel-Ausbildung vermittelt Urolog:innen eine praxisnahe Sprache und Methoden, um Störungen früh zu erkennen und Patient:innen kompetent zu behandeln.
Hebammen
Rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sind Sexualität, Körperbild und Partnerschaft für viele Frauen und Paare mit Unsicherheiten verbunden. Die Sexocorporel-Ausbildung vermittelt Hebammen eine klare Sprache und praxisnahe Gesprächsführung, um diese Themen sensibel anzusprechen und Frauen und Paare kompetent zu begleiten.
Fachpersonen aus Pädagogik & Sozialarbeit
Sexuelle Schwierigkeiten betreffen viele Menschen und wirken sich häufig auf Beziehung, Entwicklung und soziales Umfeld aus. Die Sexocorporel-Ausbildung vermittelt Fachpersonen aus Pädagogik und Sozialarbeit eine praxisnahe Sprache und Methoden, um sexualitätsbezogene Themen sicher anzusprechen und Betroffene fachlich fundiert zu unterstützen und zu begleiten.
Ergotherapeut:innen
Sexualität ist eng mit Körperwahrnehmung, Selbstbild und alltagsbezogener Handlungsfähigkeit verbunden und kann dadurch therapeutisch relevant werden. Die Sexocorporel-Ausbildung vermittelt Ergotherapeut:innen körperorientierte und lernbasierte Methoden, um diese Themen im therapeutischen Alltag gezielt zu erfassen und Klient:innen in ihrer sexuellen und körperlichen Selbstwahrnehmung zu unterstützen.
Physiotherapeut:innen
Sexualität ist eng mit Beckenbodenfunktion, Schmerzverarbeitung und körperlichen Einschränkungen verbunden und daher in der Physiotherapie häufig relevant. Die Sexocorporel-Ausbildung vermittelt Physiotherapeut:innen sexualberaterische Kompetenz sowie körperorientierte Methoden, um Beckenbodenfunktionen und genitale Schmerzen im therapeutischen Kontext gezielt zu behandeln und Patient:innen ganzheitlich zu unterstützen.
Quer- & Neueinsteigende
Sexualität ist ein zentrales Feld menschlichen Erlebens und berührt Körper, Beziehung und Gesundheit in vielfältiger Weise. Die Sexocorporel-Ausbildung führt Quereinsteiger:innen fundiert in die Grundlagen der Sexualität ein. Sie vermittelt eine klare, praxisnahe Sprache und bietet Ihnen so einen Einblick in die professionelle Arbeit mit sexualitätsbezogenen Themen.
Der erfolgreiche Abschluss der einzelnen Module wird mit einem Zertifikat des ZISS attestiert. Die Ausbildung wird zudem vom Dachverband iSi, von der FSP, der SGPP, der SAPPM und der deutschen Ärztekammer anerkannt.

Karoline Bischof (oben rechts); Dr. med. FMH Gynäkologie und Geburtshilfe, Klinische Sexologin iSi, Psychosomatische und Psychosoziale Medizin SAPPM, Ph.D. Sexologie IASHS
Gesamtleitung; Basis- und Vertiefungsmodul Schweiz und Süddeutschland; Expertisemodul
Annette Bischof-Campbell (unten links); MSc, Psychologin FSP, Eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin, Klinische Sexologin iSi
Vertiefungsmodul Schweiz und Süddeutschland; Expertisemodul
Ronny Kriebisch (unten rechts); Dipl. Psych., Psychologischer Psychotherapeut
Basismodul Süddeutschland
Adrian Stumm (oben links); Sexualpädagoge ISP, Klinischer Sexologe iSi
Basismodul Schweiz
Für weitere Information und die Anmeldung besuchen Sie bitte die Seiten der einzelnen Module:
Einführungsseminar Sexualtherapie nach dem Sexocorporel-Ansatz:
Ergänzungsmodul:
Seminar sexualmedizinische Grundlagen, 10.-12.9.2027 in Freiburg i.Br
Fundamentalsmodul 10 Tage in 0.5 Jahren, Klinikmodul 20 Tage in 1 Jahr, Vertiefungsmodul 20 Tage in 1 Jahr, Expertisemodul 18 Tage in 1 Jahr
Ja, unsere Module sind speziell auf Berufstätige ausgerichtet. Je nach Modul finden 4 viertägige Seminare oder 5 zweitägige Ateliers pro Jahr statt. Sie werden ergänzt durch 2 Online Tage sowie Selbststudium. Der Vorbereitungsaufwand zwischen den Seminaren beschränkt sich auf wenige Stunden einschließlich online-Kleingruppenarbeit.
Das Vertiefungsmodul setzt eine Grundausbildung in Sexocorporel voraus (z.B. ISP, Fachhochschule Merseburg). Gerne prüfen wir Ihre Unterlagen im Rahmen eines Beratungsgesprächs.
Das hängt von dem jeweiligen Abschluss (Klinik, Vertiefung oder Expertise) und Ihren Vorkenntnissen ab.
Ohne beratende Vorkenntnisse erhalten Sie im Klinikmodul einen Einblick, worum es in der Sexualtherapie nach Sexocorporel geht und können sich orientieren, ob Ihnen dieses Arbeitsfeld liegt.
Wenn Sie schon beratend/therapeutisch tätig sind, verfügen Sie nach dem Klinikmodul über umfangreiches Wissen und können Ihre eigene Praxis mit Elementen des Sexocorporel bereichern.
Das Vertiefungsmodul dient der Ausreifung Ihrer Fähigkeiten in der Sexocorporel-Sexualtherapie. Das Expertisemodul ermöglicht Ihnen die Arbeit als Sexualtherapeut:in auch bei schwierigen sexuellen Anliegen und empfiehlt sich, wenn Sie die Sexocorporel-Sexualtherapie hauptberuflich ausüben möchten.
Sie haben die Möglichkeit, Seminare des Fundamentals- oder Klinikmoduls in einem kooperierenden Institut (ZISS, IfES, ISP-Wien) nachzuholen. Beim Nachholen eines Seminars wird keine zusätzliche Seminargebühr erhoben, weitere Seminare sind kostenpflichtig. Seminare und Ateliers des Vertiefungs- und Expertisemoduls können nur beim ZISS (Zürich oder Süddeutschland) nachgeholt werden.
Die ab 2027 stattfindende neue Ausbildungsform deckt die gleichen Inhalte ab wie die ehemalige Sexocorporel-Ausbildung und ist ebenfalls vom iSi anerkannt. Die wesentlichen Unterschiede betreffen:
Ja. Die alten Lehrgängeund die neuen Module sind gleichwertig. Wenn Sie ein bestimmtes Seminar nachholen möchten und unsicher sind, welchem dieses neu entspricht, fragen Sie uns an.
Drei deutschsprachige Ausbildungsinstitute werden vom Dachverband iSi (Institut Sexocorporel International Jean-Yves Desjardins) anerkannt: das ZISS (Zürich und Kisslegg), das Österreichische Institut für Sexualpädagogik (ISP-Wien) und das Institut für Embodiment und Sexologie (IfES, Berlin und Innsbruck).
Die Struktur der Ausbildungen der drei Institute orientiert sich an den Vorgaben des iSi. Die Grundlagen des Sexocorporel sind bei allen Instituten gleich. Wir stehen in ständigem Austausch und kooperieren auf theoretischer und praktischer Ebene. Sie erhalten also bei allen Instituten eine kompetente Ausbildung!
Die Unterschiede bestehen in den persönlichen Vorlieben und Unterrichtsstilen der Lehrenden. Das ZISS ist ärztlich geleitet und inspiriert durch Feldenkrais und die Polyvagaltheorie, das IfES hat einen embodimentorientierten und systemischen Hintergrund, das ISP-Wien verfügt über sexualpädagogische Schwerpunkte. Zudem sind die Vertiefungs- und Expertisemodule derzeit strukturell anders aufgebaut.
De Ausbildung des ZISS wird von verschiedenen Fachgesellschaften in DE und CH mit Weiterbildungspunkten zertifiziert.
Die ZISS Ausbildung umfasst gesamthaft 68 Präsenztage in 2- bis 4-Tage Blocks sowie 40 Stunden Gruppensupervision und 12 Stunden Einzelselbsterfahrung, verteilt auf 3.5 Jahre, ist somit gut berufsbegleitend zu absolvieren.
Die Sexualtherapie-Ausbildung des ISP umfasst 100 Tage in 3-Tagesblöcken im Verlauf von 3 Jahren. Das ISP empfiehlt, während der Ausbildung die Berufstätigkeit auf 80% zu reduzieren.
Die Ausbildung des ZISS folgt den Richtlinien des internationalen Sexocorporel Instituts iSi. Sie deckt damit vollumfänglich die Anforderungen an ein:e Sexocorporel-Sexualtherapeut:in in der Praxis ab. Sie widmet dem praktischen Schulen therapeutischer Fähigkeiten (wie z.B. Selbstreflexion, Emotionsregulation, Verstehen der Körpersprache, Umsetzen der theoretischen Hintergründe in Körperarbeit) eigene Module (Vertiefungs- und Expertisemodul), die auch von bereits erfahrenen Therapeut:innen als bereichernd erlebt werden. Die Ausbildung des ISP legt die Schwerpunkte auf das kognitive Vermitteln von Inhalten.
Beim ISP unterrichten rund 25 Dozent:innen (einschließlich Dozent:innen vom ZISS) mit verschiedenen Schwerpunkten, wodurch unterschiedliche Standpunkte und Arbeitsweisen gezeigt werden können. Beim ZISS sind es 3 Lehrpersonen, mit vereinzelten Gastbesuchen externer Spezialist:innen, was der Kontinuität in der Inhaltsvermittlung, Didaktik und persönlichen Betreuung zugute kommt.
Die Ausbildung des ZISS ist von verschiedenen Dachverbänden (SGPP, SAPPM, FSP, iSi und deutsche Ärztekammer) zertifiziert und mit Fortbildungspunkten honoriert.