Sexuelle Störungen bei Frauen sind häufig. Jede 5. bis 10. Frau in Ihrer Sprechstunde hatte in den letzten 6 Monaten regelmäßig Schmerzen im Zusammenhang mit der Sexualität, 20% verspürten keine Lust auf Sex und litten daran. Als Gynäkolog:in sind Sie dafür oft die erste Ansprechperson. Zusätzlich können sich Mutterschaft, Fertilitätsbehandlungen und gynäkologische Erkrankungen vom Pilz über die Endometriose bis zur Krebstherapie auf die Sexualität auswirken. Das wird jedoch im Studium und in der Assistenzzeit meist wenig thematisiert.
Die berufsbegleitende Sexocorporel-Ausbildung des ZISS kann diese Lücke schließen. Auf der Basis von naturwissenschaftlichen Grundlagen üben Sie praxisnahe das Sprechen über Sexualität und das Anregen von Lernprozessen und körperlichen Techniken zur Modifikation des Erlebens, Fühlens und Denkens. So können Sie Ihre Patientinnen entlasten mit der Auskunft, dass das Erleben ihrer Sexualität nicht eine genetisch oder „psychisch“ verankerte Unabänderlichkeit ist, sondern durch Übung erweitert und an neue Lebenssituationen und gesundheitliche Herausforderungen angepasst werden kann. Mit der Sexocorporel-Ausbildung erwerben Sie die Fertigkeiten, Ihre Patientinnen kompetent auch in ihrer Sexualität begleiten zu können.