Rund ein Achtel der Menschen leiden an ihrer Sexualität – teils erheblich, und erst recht, wenn Kranksein und Medikamente dazu kommen. In der Praxis wird oft unterschätzt, dass Sexualität auch bei Krankheit eine Ressource und Quelle von Lebensfreude darstellen kann. Sollen Grundversorger die Sexualität also in der Konsultation ansprechen? Die meisten Patient:innen wünschen sich’s – doch die wenigsten Ärzt:innen tun’s. Mit gutem Grund! Denn was raten, wenn die Person tatsächlich ein sexuelles Problem vorbringt? Studium und Assistenzzeit bieten hierfür weder ein solides theoretisches Gerüst noch das Training des Sprechens über die Sexualität.
In der Sexocorporel-Ausbildung erwerben Sie die naturwissenschaftlichen Grundlagen der sexuellen Funktion und ihrer Störungen. Mit dem Lernen einer Sprache über die Sexualität erleichtern Sie auch Ihren Patient:innen das Sprechen darüber. In der Sexocorporel-Therapie stehen Lernprozesse und körperliche Techniken zur Modifikation des Erlebens, Fühlens und Denkens im Zentrum. Diese Arbeitsweise steht dem medizinischen Praxisalltag nahe. So können Sie Ihre Patient:innen entlasten mit der Auskunft, dass das Erleben ihrer Sexualität nicht eine genetisch oder „psychisch“ verankerte Unabänderlichkeit ist, sondern durch Übung erweitert und neuen Lebenssituationen angepasst werden kann. Mit der berufsbegleitenden Sexocorporel-Ausbildung des ZISS erlangen Sie die Kompetenz, auch ohne Psychologie-Studium Sexualberatungen und -therapien durchzuführen.